Ballett Basel

Antonio Vivaldi (1678–1741)

  Juditha Triumphans

devicta Holofernes barbarie (J. Cassetti), Venedig 1716

Richard Wherlock, Choreographie
Bruce French, Bühnenbild
Catherine Voeffray, Kostüme
Jordan Tuinman, Licht
Hans Kaspar Hort & Bettina Fischer, Dramaturgie

Andrea Marcon, Musikalische Leitung
Johannes Keller/Federico Sepúlveda, Musikalische Assistenz & Leitung
La Cetra Barockorchester & Vokalensemble

Theater Basel, Grosse Bühne

Fr13.03.201519.30 Uhr – Premiere
So15.03.201518.30 Uhr
Di17.03.201519.30 Uhr
Fr20.03.201520.00 Uhr
Sa21.03.201519.30 Uhr
Mi25.03.201519.30 Uhr
Di31.03.201519.30 Uhr
Mo06.04.201518.30 Uhr
Sa11.04.201519.30 Uhr
Di14.04.201519.30 Uhr
Do23.04.201519.30 Uhr
So26.04.201518.30 Uhr
Do30.04.201519.30 Uhr
Mo04.05.201519.30 Uhr
Mi06.05.201519.30 Uhr
So10.05.201516.00 Uhr
Fr15.05.201519.30 Uhr
Mo18.05.201519.30 Uhr
Fr29.05.201519.30 Uhr
Sa06.06.201519.30 Uhr
Do11.06.201519.30 Uhr
Fr19.06.201519.30 Uhr
So21.06.201518.30 Uhr
Fr26.06.201519.30 Uhr


Billette

Telefonischer Vorverkauf/Reservation

061 295 11 33 (Mo-Sa 10.00-18.45 Uhr)
Verkauf online
billettkasse(at)theaterbasel.ch

Theater Basel
Theaterstrasse 7
4051 Basel


Richard Wherlocks Wahl ist auf Vivaldis ­einziges erhaltenes Oratorium «Juditha ­triumphans» gefallen, dass die Geschichte aus dem Buch Judith des Alten Testaments erzählt. Vivaldis Oratorium und die Geschichte der ­Judith – einmal mehr eine starke Frauenfigur – wird Richard Wherlock in einem Handlungsballett choreographisch umsetzen. Die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts vermischen sich auf der Bühne mit den Sängerinnen und erzählen singend und tanzend von der schönen jüdischen Witwe Juditha, die sich mutig und selbstlos in das Feldlager des Holofernes begibt und den vom Wein berauschten Feind in seinem Schlafgemach enthauptet.

Komponiert hat Vivaldi dieses Werk um 1716, als er Orchester- und Chorleiter am ­Ospedale della Pietà in Venedig war, einem Waisenhaus für Mädchen und junge Frauen, das seinen Schützlingen eine musikalische Ausbildung auf extrem hohem Niveau zukommen liess. Da im Ospedale nur Mädchen und junge Frauen als Solistinnen auftreten konnten, wurden die Solopartien durchweg für Frauen konzipiert.

Marc-Antoine Charpentier (1645–1704)

  Médée


Tragédie mise en musique par Marc-Antoine Charpentier

(In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln)

Nicolas Brieger, Regie
Raimund Bauer, Bühne
Bettina Walter, Kostüme
Alexander Koppelmann, Licht

Médée                           Magdalena Kožená / Solenn’ Lavanant-Linke
Créon                            Luca Tittoto
Créuse                          Meike Hartmann / Agata Wilewska

Oronte                          Robin Adams / Eung Kwang Lee

Jason                            Anders J. Dahlin
Nérine                          Silke Gäng
Une italienne               Alice Borciani / Amalia Montero Neira / Yukie Sato
Premier Fantome        Jenny Högström
Deuxieme Fantome     Regina Dahlen / Yukie Sato
Premier Corinthien      Roman Melisch / Tiago Pinheiro Oliveira
Deuxieme Corinthien   Dan Dunkelblum / Ivo Haun / Daniel Issa
Un Argien                     Ismael Arroniz / Csongor Szanto

 

Andrea Marcon/Karel Valter, Musikalische Leitung
Johannes Keller, Musikalische Assistenz
La Cetra Barockorchester Basel, Orchester
La Cetra Vokalensemble Basel, Chor

Theater Basel, Grosse Bühne

Do15.01.201519.30 Uhr – Premiere
Sa17.01.201519.30 Uhr
Mi21.01.201519.30 Uhr
Sa24.01.201519.30 Uhr
Di27.01.201519.30 Uhr
So01.02.201519.30 Uhr
So08.02.201518.30 Uhr
Sa14.02.201518.30 Uhr
Fr20.02.201519.30 Uhr
So22.03.201518.30 Uhr
Do26.03.201518.30 Uhr
Mo30.03.201519.30 Uhr
Mi01.04.201519.30 Uhr
Mo13.04.201519.30 Uhr
Sa02.05.201519.30 Uhr
Di05.05.201519.30 Uhr
Sa09.05.201519.30 Uhr
So17.05.201518.30 Uhr


Billette

Telefonischer Vorverkauf/Reservation

061 295 11 33 (Mo-Sa 10.00-18.45 Uhr)
Verkauf online
billettkasse(at)theaterbasel.ch

Theater Basel
Theaterstrasse 7
4051 Basel

Tragédie mise en musique in fünf Akten und einem Prolog von Marc-Antoine Charpentier

Medea ist eine der schillerndsten und komplexesten Frauenfiguren der Weltliteratur. Immer wieder hat sie Künstler zur Aus­ein­andersetzung inspiriert. Im ausgehenden 17.Jahrhundert war die Sage geradezu ein Modethema. Auch Marc-Antoine Charpentier und der Librettist Thomas Corneille, Bruder des berühmten Pierre Corneille, haben sich ihr zugewandt und 1693 für Paris und König Ludwig XIV ihre eigene «Médée» geschrieben. Sie erzählen, wie Medea mit Jason und ihren Kindern in Korinth lebt und sich zusehends des Liebesverrats ihres Gattens bewusst wird. Als sie Gewissheit da­rüber erlangt, dass Jason die Königstochter Kreusa heiraten soll und sie selbst dafür in Verbannung geschickt werden wird, schwört sie, sich aufs Bitterste zu rächen: Mithilfe ihrer magischen Kräfte lässt sie den korinthischen König Kreon dem Wahnsinn verfallen, vergiftet Kreusa und ermordet schliesslich gar die eigenen Kinder, um ihrem Gatten jegliches Glück zu nehmen.

Charpentiers «Tragédie en musique», bis ins 20.Jahrhundert hinein völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten, zeichnet psychologisch genaue und ergreifende Portraits der Protagonisten. In überaus farbiger Instrumentierung und in einer stark sich auf das Wort stützenden Gesangsführung lässt der Komponist uns tief in die Gefühlswirren seiner Figuren hineinblicken. Seine Medea ist eine stolze, starke und überaus vielschichtige Persönlichkeit, die sich lange sträubt, Schlechtes von ihrem Gatten zu glauben, bevor sie, zutiefst gekränkt, sich zur Rache entschliesst.

Andrea Marcon wird zusammen mit dem La Cetra Barockorchester & Vokalensemble Basel diesem einzigartigen Werk musikalisches Leben einhauchen. Als Médée wird die international gefeierte ­Mezzosopranistin Magdalena Kožená zu erleben sein. Die Inszenierung erarbeitet der in Schauspiel wie Oper gleichermassen erfolgreiche Regisseur Nicolas Brieger, der sich mit dieser Arbeit erstmals in Basel präsentieren wird.