Brandenburgische Konzerte I-III / Vivaldi

Sonntag 24. August 2014, 17:00 Uhr     Hilterfingen bei Thun, Kirche Hilterfingen

Katharina Heutjer, Violine und Leitung
Sebstian Wienand, Cembalo und Leitung
La Cetra Barockorchester Basel

 

 

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750)

1. Konzert G-Dur BWV 1046 für 3 Oboen, 2 Hörner, Violine, Streicher und Basso continuo
2. Konzert F-Dur BWV 1047 für Blockflöte, Oboe, Trompete,
Violine, Streicher und Basso continuo
3. Konzert G-Dur BWV 1048 für Streicher und Basso continuo

Antonio Vivaldi (1678-1741)

Konzert für Violine, zwei Blockflöten, drei Oboen, Fagott und Streicher g-Moll, RV 576 


1721 hatte Johann Sebastian Bach eine Sammlung von sechs Konzerten an den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg - Schwedt mit dem Originaltitel "Six concerts avec plusieurs instruments", die sogenannten "Brandenburgische Konzerte", gesandt. Es sind keine Originalkompositionen, sondern Bach stellte sie aus schon vorhandenen Partituren zusammen, so dass die Brandenburgischen Konzerte in Besetzung, Umfang und Charakter sehr unterschiedlich sind. Die Probleme der barocken Konzertform – des Concerto grosso – werden in idealer und auch eleganter Weise gelöst. Bachs Phantasie durchbricht die gewohnt engen Grenzen der Form, so erleben wir sehr lebendige Konzerte, geprägt von äußerstem Erfindungsreichtum, die sehr verschiedene Gemütsstimmungen ausdrücken.

Bachwochen Thun

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Duello amoroso

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik

Montag, 25. August 2014, 20.00 Uhr      Innsbruck, Schloss Ambras
Mittwoch, 27. August 2014, 20.00 Uhr   Innsbruck, Schloss Ambras

Sophie Junker, Sopran

Tai Oney, Countertenor

Marcell Bakonyi, Bassbariton

Attilio Cremonesi, Cembalo und Musikalische Leitung
Christoph von Bernuth, Regie und Konzept
La Cetra Barockorchester Basel

 

 

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759)

Pasticcio mit Szenen und Arien aus "Amarilli vezzosa" (Duello amoroso) - Kantate für Sopran und Alt HWV 82

"La terra e liberata" (Apolo e Dafne) - Kantate für Sopran und Bass HWV 122

"Acis, Galatea e Polifemo", Serenata HWV 72


Ein Hirte (Countertenor) liebt eine Hirtin (Sopran), die aber wankelmütig ist und sich ihrerseits in einen anderen Mann (Bass) verliebt, der sie mit einer kraftvoll männlichen Aura beeindruckt und auch seinerseits an ihr Gefallen zu finden scheint. Es kommt zu einer Liebesszene zwischen den beiden. Das findet wiederum der Hirte gar nicht gut. Es folgt eine Eifersuchtsszene zwischen ihm und der Hirtin. Die entdeckt, dass sie sich von der beeindruckenden Erscheinung des anderen Mannes täuschen ließ und sie in Wahrheit die aufrichtige Liebe des Hirten erwidern möchte. In einem Schlussterzett bekennen einander Hirte und Hirtin ihre Liebe, während der Dritte im Bunde hintansteht. Diese Geschichte haben der Dirigent Attilio Cremonesi und der Regisseur Christoph von Bernuth zu einem Pasticcio aus drei der köstlichen Kantaten/Serenatas zusammengestellt, mit denen der junge Georg Friedrich Händel während seiner italienischen Jahre die adeligklerikalen Zirkel von Rom und die höfische Gesellschaft in Neapel und Venedig entzückte und verzückte. Auf diese Weise entsteht eine verschärfte und um eine dritte Person/Stimme erweiterte Fassung jener 1708 in Rom komponierten Kantate „Amarilli vezzosa“, die auch unter dem Titel „Duello amoroso“ bekannt wurde und den Ausgangspunkt zum nunmehrigen Pasticcio bildet. In der ebenfalls 1708 bei einem Abstecher Händels nach Neapel für eine Hochzeit in hochadeligen Kreisen verfassten Serenata „Aci, Galatea e Polifemo“ und in der 1709 in Venedig begonnenen und im Jahr darauf nach Händels Rückkehr nach Deutschland abgeschlossenen Kantate „Apollo e Dafne“ fanden sich die notwendigen und passenden, geradezu schon opernhaften Arien und Szenen für eine Verschärfung des „Duello amoroso“. Zum Liebeswettstreit werden eine junge Sängerin und zwei junge Sänger antreten, die bei den Festwochen schon im Cesti-Wettbewerb für Furore gesorgt haben.

Halbszenische Aufführung

Innsbrucker Festwochen der Alten Musik